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„Lieber etwas Schlechtes schreiben als gar nichts“

Herr Prof. Apfelbacher (Verbundkoordinator des AiA-Forschungsverbundes und Direktor des Institutes für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung (ISMG) der Medizinischen Fakultät Magdeburg) gab Teilnehemden in einem Workshop des AiAcampus am 08.04.21 zum zweiten Mal Tipps und Hinweise zum wissenschaftlichen Publizieren. Ein strategischer Hinweis seinerseits war, dass es generell besser sei, etwas (aus subjektiver Sicht) Schlechtes zu schreiben als gar nichts zu Papier zu bringen. Zudem empfahl er, den Methodenteil einer Publikation wie ein Rezept zu betrachten – indem man beispielsweise genau aufliste, welche Zutaten in welchem Verhältnis zusammengetan würden und in welcher Abfolge welche Handlungen im Forschungsprozess erfolgt seien, um die im Text herausgestellten Erkenntnisse zu manifestieren. Auch stellte er die Wichtigkeit der Überprüfung geeigneter Journals bereits vor Beginn des Schreibprozesses heraus. In diesem Zusammenhang informierte er die Teilnehmenden über den Trend von „Predatory Journals“, d.h. unseriöser/gefälschter Publikationsorgane, die sich seit einigen Jahren etablieren. Diese Formate zielten darauf ab, Publikationsgebühren potenzieller Autor:innen einzubringen und nicht darauf, redaktionelle und publizistische Dienstleistungen zu übernehmen, wie es für seriöse Verlage üblich ist. Forschende könnten auf ihrer Suche nach geeigneten wissenschaftlichen Journals für geplante Veröffentlichungen auf die DOAJ-Liste, der Beall’s List sowie JournalGuide zurückgreifen.

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