comment 0

01.07.2021 Karriere in der Wissenschaft- Franziska Jantzen

Die erfahrene Trainerin, Karriereberaterin und Coach Franziska Jantzen war am 01.07.2021 im AiAcampus, um über das Thema Karriere in der Wissenschaft: Welche Wege gibt es, worauf kommt es an? zu sprechen. Sie beschrieb dabei den Karriereweg in der Wissenschaft ausgehend von der Promotion bis zu einer möglichen Professur. Sie ging dabei auf verschiedene wichtige Aspekte, wie die Finanzierung einer Promotion, hilfreiche Fähigkeiten, Stolperfallen auf dem wissenschaftlichen Karriereweg, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz sowie die verschiedenen Wege eine Professur an einer Hochschule oder Universität zu erlangen, ein.

Franziska Jantzen gab auch einige Tipps und Hinweise. So stellte sie heraus, dass Unterstützung in der Zeit der Promotion unerlässlich ist und man als Promovend:in darauf achten sollte, mit wem man zusammenarbeitet. Außerdem riet sie dazu, an Drittmittelanträgen mitzuschreiben, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Denn das stellt eine gute Gelegenheit dar, Erfahrungen im Einwerben von Drittmitteln sammeln zu können. Diese Fähigkeit wird in der Welt der Wissenschaft als wichtige Kompetenz geschätzt und kann bei einer Stellenvergabe einen Vorteil verschaffen.  Auch empfahl sie, als Promovend:in zumindest zeitweise Mitglied eines Gremiums zu werden. Insgesamt seien, laut Franziska Jantzen, die Zeiten für Frauen in der Wissenschaft besser geworden.

Im Hinblick auf „Stolperfallen“ in der wissenschaftlichen Karriere warnte die Referentin vor einer ausschließlichen Fokussierung auf Inhalte, ein zu großes zeitliches Engagement in Lehre, Betreuung und Fakultätsarbeit, zu allem „ja“ sagen, keine Grenzen setzen, eine negative oder zu selbstkritische Präsentation der eigenen Person , zu viel Großzügigkeit mit Informationen oder Zuarbeit ohne dass man in Publikationen erwähnt wird. 

Bezugnehmend auf den Umgang mit Selbstzweifeln riet Franziska Jantzen dazu, das Licht auf die eigenen Stärken leuchten zu lassen. Sie thematisierte CV’s of Failure (Aufzählung der nicht erfolgreichen Bewerbungen für Stipendien/Stellen usw), die einige erfolgreiche Wissenschaftler über sich veröffentlicht haben, und wies somit darauf hin, dass im Lebenslauf nicht immer alle Versuche und Anträge erfolgreich sind, sondern, dass vor erfolgreichen Bewerbungen und Anträgen auch oftmals Misserfolge verarbeitet werden müssen. So sollte man sich, darauf einstellen, dass auf dem Weg zu einer Professur nicht immer alles reibungslos abläuft. Misserfolge gehören oftmals dazu, man sollte sich davon aber nicht entmutigen lassen.

Angela Ulrich

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar