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Einige Eindrücke von unserem Abschlusssymposium am 30.06.2022

Am 30.06.2022 fand das Abschlusssymposium des Forschungsverbundes Autonomie im Alter (AiA) statt. Der Veranstaltungsort war die Festung Mark, eine beeindruckende Kulisse für einen gelungenen Abschluss der fast 50 innovativen Forschungsprojekte in den insgesamt drei Förderperioden von 2016 bis 2022. Die Schirmherrschaft wurde durch das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt übernommen.

Professionell begleitet wurde die Veranstaltung durch das Moderationsteam Susi Brandt (MDR) und Holger Salmen (First Contact).

Nach dem Begrüßungs-Kaffee und den Anmeldungen vor Ort fand die offizielle Begrüßung der etwa 150 Teilnehmenden statt. Staatssekretär Herr Thomas Wünsch, zuständig für den Bereich Wissenschaft und Energie, richtete seine Grußworte an den Forschungsverbund. Er betonte in seiner Rede, dass Sachsen-Anhalt diesen Verbund als wesentlichen Treiber für Innovation und Zukunft versteht. Wichtige Themenfelder wurden in den sieben Jahren bearbeitet, die Teilhabe und Autonomie der Menschen unterstützen.

Weitere Grußworte an das Publikum richteten Prof. Enno Swart (Vertretung des Verbundkoordinators Prof. Christian Apfelbacher), Beiratsmitglied Prof.in em. Sylvia Rohr und Verbundmitglied Prof. Peter Mertens aus. Sie betonten die Forschungsvielfalt und wichtigen Erfahrungen aus ihren Perspektiven zum Verbund Autonomie im Alter in Sachsen-Anhalt.

Der erste Key-Note-Vortrag wurde von Prof. Andrea Teti gehalten. Er ist Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Vechta (Niedersachsen). Er sprach in seinem Vortrag mit dem Titel „Gesundheitliche Aspekte des demografischen Wandels in Deutschland und Sachsen-Anhalt“ sehr anschaulich über die Situation vor Ort im Vergleich mit den anderen Bundesländern und setzte damit den Ton für die Veranstaltung. Zum Ende des Vortrags vergab Prof. Teti ein digitales „Infozept“ an alle Teilnehmenden im Publikum als ein Begleiter für ein langes gesundes Leben. Im Anschluss präsentierte Dr.in Astrid Eich-Krohm ihre Erfahrungen als Leiterin des Zentralprojektes, das unter anderem die Koordination des Verbundes umsetzt. Sie betonte die gelungene Zusammenarbeit und die Vielzahl der bedeutenden Ergebnisse aus den Projekten.

Die Mitarbeiterinnen des Zentralprojektes Dr.in Mandy Bade und Frau Angela Ulrich komplettierten die Perspektiven aus dem Zentralprojekt und trugen Ergebnisse aus dem Bereich der Nachwuchsförderung des AiAcampus vor. Im Anschluss stellte die Doktorandin Julia Piel ihre Arbeit im Lichte wissenschaftlicher Debatten vor, sie zeigte Chancen und Hemmnisse (#IchbinHanna) in ihrer Rolle als Promovendin im Forschungsverbund auf.

In der Mittagspause wurde im unteren Kanonengang der Festung Mark den Teilnehmenden ein reichhaltiges Buffet geboten. Im Anschluss wurde es möglich, die Postervorstellungen einzelner Projekte des Verbundes zu besuchen und mit den Wissenschaftler:innen ins Gespräch zu kommen. Parallel dazu fand im oberen Kanonengang eine Ausstellung regionaler Akteur:innen statt. Dort wurden Vernetzungsmöglichkeiten und ein Kennenlernen von Beratungs- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen in Sachsen-Anhalt geboten. 

An die Vernetzungsmöglichkeiten schloss sich der zweite Key-Note-Vortrag an. Dr.in Anna Wanka (Universität Frankfurt) ist Habilitandin und erforscht Übergänge in die nachberufliche Lebensphase. In ihrem Vortrag zeigte sie theoretische und empirische Eindrücke aus ihrem Forschungsbereich. Die Teilnehmenden erhielten einen Eindruck zum Vortragsthema „Lebenswelt und Alter(n) – Zeitgestaltung, Sinnstiftung und Identitätsfindung im (Un-)Ruhestand“. Sie sprach die Bedeutsamkeit des Abschieds aus dem Erwerbsleben als zu pflegendes Ritual im festlichen Rahmen an, dieser Abschied ist stark prägend und als fester Bestandteil für Arbeitgeber zu implementieren. Dieser Übergang wird nur vereinzelt rituell zelebriert, so die Vortragende.

Zum Abschluss der Veranstaltung kamen Expert:innen zum Themenbereich der Zukunft älterer Menschen in Sachsen-Anhalt zu einer Podiumsdiskussion zusammen. Frau Angelika Küstermann (Vorstandsvorsitzende der Landesseniorenvertretung Sachsen-Anhalt e.V.), Prof.in Josephine Heusinger (Hochschule Magdeburg-Stendal), Prof. em. Bernt-Peter Robra (ehemaliger Verbundkoordinator) sowie Prof. Enno Swart führten aus ihrer Sicht Gedanken zur zukünftigen Gestaltung der Lebenswelt Älterer durch Möglichkeiten aus Wissenschaft und Praxis aus. Insbesondere stellte der Wissenstransfer und die Umsetzung von Inhalten aus den Erkenntnissen der Forschungsprojekte wesentliche Themenschwerpunkte dar.

Schlussworte richtete Prof. Enno Swart an das Publikum und dankte im offiziellen Rahmen Dr.in Astrid Eich-Krohm für die langjährige Arbeit als Projektkoordinatorin.

Alle Teilnehmenden am Programm erhielten Blumensträuße als Zeichen des Dankes für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren und die gelungene Abschlussveranstaltung von Autonomie im Alter.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals beim Team von First Contact und den beiden Moderator:innen für die tolle Begleitung am 30.06.2022.

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